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Private Haushalte maßgeblich für Verschwendung von Lebensmitteln verantwortlich

In Frankreich müssen Händler laut einem in der vergangenen Woche erlassenen Gesetz zukünftig vermeidbare Lebensmittelabfälle spenden, weiterverarbeiten oder kompostieren. Bei einem Verstoß droht den französischen Händlern eine Geldstrafe von bis zu 75.000 € oder zwei Jahren Gefängnis. In Deutschland ist jedoch kein Wegwerfverbot für Lebensmittel geplant. Die meisten Geschäfte in Deutschland gäben überflüssige Produkte bereits an Tafeln oder andere soziale Einrichtungen weiter, wird ein Sprecher des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) diese Woche von der Deutschen Presseagentur (dpa) zitiert.

Bei der Lebensmittelverschwendung liegt Deutschland jedoch vor Frankreich. Rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgen Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte in Deutschland jedes Jahr als Abfall, hatte das BMEL 2012 ermitteln lassen. In Frankreich wandern hingegen schätzungsweise 7,1 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr in die Tonne. Allerdings ist der Anteil der Supermärkte an der Lebensmittelverschwendung, gegen den Frankreich nun rechtlich vorgeht, kleiner als der Anteil der Privatleute. So stammen in Deutschland von den 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfall ganz 6,7 Millionen Tonnen aus privaten Haushalten.

Stefanie Awater-Esper in der topagraronline vom 10.02.2016, http://goo.gl/NA7p9p

Lebensmittel im Internet

Als dieses Interview (http://goo.gl/hKXSSf) mit Marc Hoppichtler von dmc digital media center in der Brandeins 04/2015 veröffentlicht wurde, lebte ich noch in London und machte den Wocheneinkauf fast aller Lebensmittel im Internet – wie übrigens viele meiner Bekannten dort. Ein schlechter ausgebautes Filialnetz von Supermärkten, aber auch der Umstand, dass viele Londoner kein Auto haben, machen das Thema dort äußerst attraktiv.

Zurück in Hamburg war ich enttäuscht vom Angebot der hiesigen Supermarktketten und gehe wieder, wie früher, in der Filiale um die Ecke einkaufen.

Seither frage ich mich, wie man das Thema „Online Handel mit Lebensmitteln“ in Deutschland stärker vorantreiben kann.

Als Verbraucherin möchte ich wieder den Luxus genießen, Rezepte anklicken und die Zutaten für die angegebene Personenzahl im Warenkorb zu haben. Ich möchte, dass man mich informiert, wenn es Sonderangebote gibt und man mich erinnert, wenn etwas in meinem Einkaufswagen fehlt.
Als Marktforscherin interessiert mich, warum der deutsche Verbraucher so zögerlich auf das Thema anspringt und wie ein attraktives online Angebot aussehen sollte (von der Preisstellung für die Lieferung bis zu den Parametern, die Kunden überzeugen würden, Lebensmittel online einzukaufen).

Deshalb planen wir von SAVVY Research eine Grundlagen-Studie, die diese und mehr Fragestellungen beleuchtet. Rufen Sie uns an, wenn Sie dabei sein wollen.